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Kästner, Erich
Die Schule der Diktatoren
Vier anonyme Drahtzieher präsentieren dem Volk einen Diktator, der in Wahrheit aber nichts anderes als ein lenkbares Werkzeug ist. Um durch Attentate oder plötzlich auftretende Launen ihrer menschlichen Marionette nicht in Verlegenheit gebracht zu werden, gründen die Großen Vier eine Schule, in der Diktorennachwuchs ausgebildet wird. So kann jederzeit - vom Volk unbemerkt - ein Diktator gegen den nächsten ausgetauscht werden.
Wolfgang Drews urteilt in der FAZ:
Ein Gesinnungsstück und ein Kabarettstück. Erich Kästner, der Satiriker, der Moralist, der Spötter mit Herztönen, der gar nicht geheime Negationsrat, der dem Positiven nachsinnt, der Propagandist der reinen Vernunft und der reinen Menschlichkeit, zeigt uns, wie wir waren, wie wir sind, wie wir werden können. Er verwahrt sich dagegen, eine Satire geschrieben zu haben, und stellt überzeugend fest, dass er ohne Übertreibung den Menschen schildert, der sein Zerrbild eingeholt hat. Das oft gesuchte politische Stück, das trotzdem unterhaltsam ist - hier ist es.
Genre: Chronos - Erich Kästner
Besetzung: 4 Dame(n), 10 Herr(en),
Dekoration: 7 Dek.