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Paul Maar

Paul Maar

Paul Maar zählt zu den namhaftesten und erfolgreichsten Kinderbuchautoren deutscher Sprache.

Er wurde am 13.Dezember 1937 in Schweinfurt geboren. Nach dem Abitur studierte er an der Kunstakademie in Stuttgart Malerei und Kunstgeschichte, danach war er einige Jahre als Kunsterzieher tätig. Heute lebt er als freier Autor und Illustrator in Bamberg. Er ist verheiratet und hat drei inzwischen erwachsene Kinder.

Paul Maars künstlerisches Schaffen für Kinder und Jugendliche umfasst viele Bereiche: Er zeichnet und illustriert Bücher, erzählt Bildgeschichten, schmiedet Verse, ertüftelt Rätsel, treibt Buchstaben- und Wortspiele, übersetzt zusammen mit seiner Frau Nele Maar Kinderbücher aus dem Englischen, schreibt und spielt Theater und verfasst Kinderbücher und Jugendromane. Paul Maar entwirft die Figuren seiner Geschichten meist selbst, illustriert aber auch fremde Texte. Seine bekanntesten Figuren sind zweifellos das Sams, der Träumer Lippel und das kleine Känguruh. Außerdem reist er im Auftrag des Goethe-Instituts in Sachen Kinderliteratur rund um die Welt. Seine Bücher wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und in viele Sprachen übersetzt. Im Verlag Friedrich Oetinger sind mehr als vierzig Bücher von Paul Maar erschienen.

Paul Maar ist ebenfalls ein überaus erfolgreicher Theaterautor. Nach einer Aufführungsstatistik von Die Deutsche Bühne, ist er in Deutschland, Österreich und der Schweiz seit mehreren Jahren einer der "meistgespielten lebenden deutschen" Theaterautoren. "Der existentielle Bezug des Autors zum Theater ("Ich mache Theater mit Kindern, besser ausgedrückt: Ich schaffe Bedingungen, in denen Kinder selbst erfundene Szenen spielen") kommt deutlich zum Ausdruck, wenn mit dem "Theater auf dem Theater" - Effekt operiert wird, wenn das Gegenspiel der Kräfte zwischen dem leistungsfordernden Muss und der musenfördernden Muße Gegenstand wird. In die reale Umwelt lässt Paul Maar , wie in "Eine Woche voller Samstage" phantastische Wesen einziehen. Das Sams fungiert als der von Herrn Taschenbier verdrängte Teil des Bewusstseins und zeigt dem kleinen Angestellten, dass alles im Leben zu bewältigen ist, dass Unvoreingenommenheit und echte Naivität Freiheit von Zwängen ermöglichen. Paul Maars hintergründig-freche Fabelwesen erzielen als Nebenwirkung beim Publikum die Infragestellung starrer Formen und Gemeinplätze, Selbstbefreiung und Phantasiebeflügelung. Als Lehrstück im "Brechtschen" Sinne wurde das überaus erfolgreiche Kinderstück "Kikerikiste" von der Kritik eingeschätzt. Wie zahlreiche Aufführungen erwiesen haben, liefert dieses Stück ohne explizite, jedoch vorhandene Polit-Problematik einen Beitrag zum zeitgerechten Kindertheater mit Mitteln kindadäquater Clownerie und Bourleske, indem unmerklich gesellschaftlich relevante Einsichten und Verhaltensweisen vermittelt werden."

(Hans Gärtner, Lexikon der Kinder- und Jugendliteratur, Beltz, Weinheim)

 

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