Verlag für Kindertheater

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Titeldetails

morendo oder Das Vergehen des Don Carlo Gesualdo

Ein musikalisches Kammerspiel

von Martin Zels

Er wäre so gerne Musiker, muss plötzlich Fürst sein, und endet schließlich als ruheloser Mörder: Don Carlo Gesualdo di Venosa.
Nach einem tödlichen Unfall seines älteren Bruders muss Carlo, Adel verpflichtet, das Erbe seines Vaters antreten und Fürst werden. Jung und unerfahren, leidenschaftlich nur wenn es um Musik geht, versucht Carlo erfolglos zu regieren. Wegen des nötigen Thronfolgers heiratet er sogar Maria. Doch Maria will Liebe und keinen Mann, der ihr des Nachts Madriagle vorsingt. Sie beginnt eine Affaire und bald schon werden in Neapels Gassen Spottlieder auf den gehörnten Fürsten gesungen. Da gerät der unglückliche Carlos außer sich. Heimtückisch und zugleich verzweifelt tötet er Maria und ihren vermeintlichen Liebhaber. Doch der Mann, der an diesem Abend zu einer harmlosen Unterhaltung bei seiner Frau weilte, war Pietro: sein Kammerdiener und einziger Freund. Vom Wahnsinn getrieben flüchtet Carlos auf seine Burg, wo er von Reue und Dämonen gejagt wird und nur noch für das Komponieren lebt. Viele Jahre später bekommt er völlig unerwarteten aber erlösenden Besuch.

"Wir sind, wer wir sein wollen" – Carlo Gesualdo schafft es nicht, zu sein, wer er will und kann nicht ertragen, was er sein soll. Und zugleich ist er der Schöpfer von strahlenden und melancholischen Linien aus endloser Sehnsucht nach nichts weiter als dem Leben selbst. So, wie man es leben möchte, weil man zu etwas anderem gar kein Talent hätte. Martin Zels zeichnet die Stationen dieser tragischen Biographie für ein junges Publikum nach. In poetischen Worten und sehnsüchtiger a capella Musik.

BESETZUNG:
2 D - 2 H (Schauspielsänger/innen-a-capella)
Singstimmen und Demoaufnahmen vorhanden

Besetzung: 2 Dame(n) , 2 Herr(en)
Alter: empfohlen ab 14
Uraufführung: frei


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