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Glauser, Friedrich

Matto regiert

Für die Bühne bearbeitet von Stefan Schroeder

Zu nachtschlafender Zeit wird Wachtmeister Studer aus dem Bett geklingelt. Ein alter Bekannter bittet ihn um seine Hilfe: Dr. Laduner, leitender Arzt in der Heil- und Pflegeanstalt Randlingen, erzählt, dass der Patient Pieterlen ausgebrochen sei und der Direktor der Anstalt vermisst werde. Pflichtbewusst und sorgfältig macht sich der Studer an die Arbeit, findet den Direktor, findet den Pieterlen, löst sogar den Fall um den unglücklichen Patienten Herbert Caplaun. Und dennoch kommt es ihm am Ende so vor, als habe er nichts begriffen. Denn in der Anstalt regiert "Matto", der Geist, der die Grenze von Vernunft und Wahnsinn einreißt. Alle gesicherten Erkenntnisse zerrinnen dem Studer zwischen den Fingern, Indizien werden nutzlos, und selbst auf seine gute Menschenkenntnis kann er sich nichts mehr einbilden. Wenn er glaubt, Matto auf die Spur gekommen zu sein, so hat er gerade mal einen winzigen Blick in die tiefen Abgründen der menschlichen Psyche getan.
Glausers Figuren behalten diese Abgründigkeit durchgängig. Ihre Motivationen und Handlungen werden nur scheinbar erklärt und bleiben zugleich unverständlich, fremdartig. Dicht unter der Oberfläche gerät das Konstrukt der Kriminalgeschichte aus den Fugen, wird es unwichtig, wer am Ende der Täter, wer das Opfer war, denn dunkel bleiben die Gründe der Taten und nur noch schmal ist der Grat, durch den die 'Gesunden' von den 'Kranken' geschieden sind. So trifft auf "Matto regiert" bereits zu, was beinahe 30 Jahre später Michel Foucault seiner Untersuchung zu "Wahnsinn und Gesellschaft" voranstellen wird: "Man könnte die Geschichte der Grenzen schreiben - dieser obskuren Gesten, die, sobald sie ausgeführt, notwendig schon vergessen sind -, mit denen eine Kultur etwas zurückweist, was für sie außerhalb liegt."
"In diesem Werk Glausers ist auch ein surrealistisches, ein visionäres Element, Einfühlung für die Verrückten und ihre andere Welt: Ich kann mich nicht mehr über Verrückte wundern, die Stimmen hören, denn ich habe selbst das Unsichtbare sprechen gehört. Der Roman Matto regiert spielt in einem Irrenhaus, und das Irrenhaus wiederum ist hier - wie schon oft - ein Bild für die Welt."

(Die Zeit, Dieter Bachraann, 20. Juli 1973)


Bearbeitung: Schroeder, Stefan
Besetzung: 2 Dame(n), 5 Herr(en),
Uraufführung: frei zur UA

Textbuch:

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