Theatertexte - Interner Bereich

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"He - Sie da!" - Geschenke für den Hotzenplotz

Am 15. September 2012 wird der Räuber Hotzenplotz 50 Jahre jung!
Alle Theater, auch die schulischen Spielgruppen und die Amateure, die genau an seinem Geburstag den Hotzenplotz auf die Bühne bringen, bekommen als Geburtstagsgeschenk vom Thienemann Verlag eine reichhaltige Bücherspende. Also: schärfen Sie jetzt schon die Messer und laden Sie Pfeffer nach!

(c) Foto: Theater St. Gallen

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Jede Aufführung ist nur gestattet nach Genehmigung durch die
Verlag für Kindertheater
Weitendorf GmbH

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Aufführungsbedingungen und AGBs

"Wenn ich so darüber nachdenke,
kann ich eigentlich alles."

Astrid Lindgren  14.11.1907 - 28.01.2002

Premieren Ticker

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So ernst wie Astrid Lindgren die Nöte und Bedürfnisse der Kinder nahm, so sehr eröffnete sie ihnen zugleich phantastische Wunschwelten, wahre Spielparadiese. Ihre literarischen Heldinnen und Helden sind selbstbewusst und mutig, kreativ, mitfühlend und sozial, eigensinnig, rechthaberisch und fabelhaft stark. Und während sie vordergründig oftmals nur erheitern sollen, geht es in den Geschichten von Astrid Lindgren doch immer um die ‚großen Themen’: um Leben und Tod, richtige und falsche Entscheidungen und immer darum „ein Mensch zu sein". Und es vor allen Dingen zu bleiben: „Wenn ich mit der Figur der Pippi überhaupt eine andere Absicht hatte, als meine jungen Leser zu amüsieren, so war es das – ihnen zu zeigen, dass man Macht haben kann, ohne sie zu missbrauchen, denn von allen Kunststücken im Leben ist dies deutlich das allerschwerste."
Astrid Lindgren ging noch vor der explizit politischen Kinderliteratur der 1970er Jahre von der gesellschaftlichen Wirklichkeit aus und beschrieb sie als genau das, was sie immer noch ist: für viele Kinder geprägt von Einsamkeit und Ängsten, von sozialer Härte oder unzulänglicher Integration. Dagegen setzt die große Erzählerin Astrid Lindgren die Vision eines erreichbaren Bullerbü und die Poesie ihrer Märchen, in denen das „schwärzeste Schwarz und das weißeste Weiß" gegeneinander antreten. Ihre Geschichten enden immer in Schönheit, in der die Traurigkeit und die Ambivalenz noch spürbar, aber aufgehoben ist: bei einer blühenden Linde, in Kirschgärten, dem Rosengarten des Königs, dem Tal der Apfelblüten.
Während sie die Kinder stärken wollte, hat sie nebenbei die Erwachsenen erzogen. Ginge es nach Astrid Lindgren, wären alle Erwachsenen wie Mattis und Borka, die schlussendlich einsichtigen Väter von Ronja und Birk: „Heutzutage hat man bei seinen Kindern nichts mehr zu melden. Die machen, was sie wollen. Damit muss man sich abfinden. Leicht ist es aber nicht."

Alle Stücke Astrid Lindgrens finden Sie in unserem Gesamtkatalog.
Neu hinzugekommen sind in der Spielzeit 2011/12 die Bearbeitungen "Pippi auf den sieben Meeren" (Bearbeitung: Stefan Schroeder) und "Winter in Lönneberga oder Wie Michel eine Heldentat vollbrachte" (Bearbeitung: Tristan Berger)

Foto: Theater St. Gallen

 

 

"Pünktchen trifft Anton" von
Volker Ludwig nach Erich Kästner

Uraufführung am GRIPS Theater Berlin
Regie: Frank Panhans

In Berlin geschehen erstaunliche Dinge: Ein reiches Mädchen bettelt am Bahnhof Friedrichstraße – und ein armer Junge bringt einen Verbrecher zu Fall. Volker Ludwigs Neufassung von Kästners Klassiker über eine wunderbare Kinderfreundschaft spielt hier und heute, zwischen Wohlstandsverwahrlosung und Armut, mitten unter uns...
1931 schrieb Erich Kästner mit »Pünktchen und Anton« während der Weltwirtschaftskrise einen der ersten realistischen Großstadt-Romane für Kinder. Zwei seelisch unbehauste Kinder stürzen sich – unbemerkt von ihren ahnungslosen Eltern – kopfüber in die Abenteuer der großen Stadt Berlin. In der Version von Volker Ludwig erscheint diese Geschichte aktueller denn je. Es geht um die Frage der Gerechtigkeit aus der Sicht von Kindern, in einer Welt, in der die Schere zwischen Arm und Reich immer eklatanter auseinandergeht.

"Da haben zwei sich gefunden: Erich Kästner, der große Satiriker und Realist der Weimarer Zeit, dessen Kinderbücher den Jüngsten erstmals auf Knickerbocker-Höhe begegneten. Und Volker Ludwig, der große Vater des Grips-Theaters, der die erzählenswerten Themen für Klein und Älter auch schon immer an der nächsten Straßenecke witterte. Lebensnähe hier wie dort. (...) Ludwig, Böhmer (Musik), Panhans (Regie), Fischer-Fels (Dramaturgie) und das Ensemble haben einen echten Grips-Hit geschaffen. Dazu gehört der Glaube an die Veränderbarkeit der Welt." (Patrick Wildermann, Der Tagesspiegel) 

Informationen, Termine und Tickets unter http://www.grips-theater.de

 

"Ach, hätten wir doch -
Den Mut dazu."*

 

Ein richtiger Held schreibt sein Schicksal selbst. Er nimmt das Heft in die Hand, ohne zu zögern, ohne zu zweifeln. Kaum fragt sich Prinzessin Anna noch, "wie man einen Helden findet" - schon stehen sie parat, uns bei und felsenfest: Rama, Robin Hood, Törtels Freund Grrmpf! Sie alle riskieren etwas, wagen sich vor, sind mutig, verwegen und zuversichtlich. Sie sind Vorbilder und so wären wir auch gerne, wenigstens ein Mal im Leben! Wie gerne würden wir uns, heldenhaft, einer Sache ganz verschreiben, mit Hingabe eintreten für die großen Ziele, Ruhm und Ehre ernten und bewundert werden. Bei genauer Sicht jedoch ist Robin ganz schön in die Jahre gekommen und Rama ist ein veritabler Göttersnob.Grrmpf schließlich ist so stur, dass selbst seinem eigenen Dickschädel am Ende kurz das Licht ausgeht. Helden lassen mitunter ebenso zu wünschen übrig, wie sie unsere Wünsche erfüllen.
Der autonome Held, der ins scheinbar unabwendbare Schicksal eingreift, bleibt dennoch unsere Hoffnung solange wir nicht in der "besten aller möglichen Welten" leben. Er verkörpert damit zugleich den Appell an uns alle, "unseren Garten selbst zu bestellen" (Voltaire, Candide), um endlich jene beste Welt erstehen zu lassen, für die er dann kein Held mehr sein müsste. In diesem Programm tritt auch ein solcher Held 'avant la lettre' auf: Im historischen Moment als die Gemeinschaft einen Führer einsetzte, um 'ihr Schicksal zu vollenden', hatte einer den Mut dazu, sich zu widersetzen - Johann Georg Elsers Tat war einsam und beispiellos. Die Welt wäre besser geworden, wäre es ihm gelungen, einzugreifen.
Für den Garten der Theaterwelt wünschen wir Ihnen und Euch den besten aller grünen Daumen - und "den Mut dazu".

Ihr
Verlag für Kindertheater

Alle Neuerscheinungen sehen Sie hier im Überblick.
* Ramayana. Ein Heldenversuch - von Karen Köhler 

 

Unsere Uraufführungen in der Spielzeit 2011/12 

18.06.2011 - Pippi auf den sieben Meeren von Astrid Lindgren, für die Bühne bearbeitet von Stefan Schroeder (nach dem Film "Pippi in Taka-Tuka-Land)
Theater auf Tour (Regie Kosma Chatziioannidis)
(nächste Inszenierung am jungen theater bonn - mit Liedern von Marc Schubring und Wolfgang Adenberg)

15.09.2011 - Kröterich hält die Welt in Atem von Alice Quadflieg nach Kenneth Grahame,
Nationaltheater Weimar (Regie: Sebastian S. Golser)

24.09.2011 - Prinzessin Anna oder Wie man einen Helden findet - Musiktheater von Jakob Vinje nach Susann Opel-Götz, Libretto: Wolfgang Adenberg
Theater Nordhausen (Regie: Bianca Sue Henne)

01.10.2011 - Der Räuber Hotzenplotz - Eine musikalische Räuberjagd mit Musik von Martin Lingnau und einem Libretto von Heiko Wohlgemuth
Schmidt Theater Hamburg (Regie: Carolin Spieß)

06.10.2011 - Detektivgeschichten vom Franz von Christine Nöstlinger
Landestheater Niederösterreich, St. Pölten (Regie: Henrik Winkler)

27.10.2011 - Winter in Lönneberga oder Wie Michel eine Heldentat vollbrachte von Astrid Lindgren, für die Bühne bearbeitet von Tristan Berger
Theater auf Tour (Regie Kosmas Chatziioannidis)

07.11.2011 - Sarma mit Joghurt - Klassenzimmerstück (4.-5. Klasse) von Reihaneh Youzbashi Dizaji
Würrtembergische Landesbühne Esslingen (Regie: Christian Müller)

11.11.2011 - Momo von Michael Ende als Theater mit Musik von Hannes Dufek, Wien Modern in Koproduktion mit dem Dschungel Wien (Regie: Sara Ostertag)

19.11.2011 - Ein Sams zu viel von Paul Maar und Christian Schidlowsky
Stadttheater Fürth in Koproduktion mit dem Fränkischen Theater Schloß Maßbach, 19.11.2011 (Regie: Christian Schidlowsky) 

20.11.2011 - Das kleine Gespenst - Musiktheater von Walther Soyka nach Otfried Preußler, Libretto: Bernhard Studlar
Oper Graz in Koproduktion mit der Wiener Taschenoper (Regie: Jewgenij Sitochin)

20.11.2011 - Pünktchen trifft Anton von Volker Ludwig nach Erich Kästner
GRIPS Theater Berlin (Regie: Frank Panhans)

26.11.2011 - Es ist ein Elch entsprungen von Andreas Steinhöfel in einer neuen Bearbeitung von Felicitas Loewe
Theater der Jungen Generation Dresden (Regie: Philippe Besson)

26.11.2011 - Nussknacker und Mäusekönig von Stefan Schroeder nach E.T.A. Hoffmann
Naturbühne Hohensyburg

03.03.2012 - Der starke Wanja - Musiktheater von Peter Fulda nach Otfried Preußler, Libretto: Horst Hawemann
Theater Pfütze Nürnberg in Koproduktion mit dem Stadttheater Fürth

31.03.2012 - Nicht Chicago, nicht hier von Kirsten Boie, in einer Bearbeitung von Michael Müller
Theater an der Parkaue Berlin (Regie: Kay Wuschek)

Mai 2012 - Die besseren Wälder von Martin Baltscheit
GRIPS-Theater Berlin (Regie: Robert Neumann)
(nachfolgende Inszenierungen am Consol Theater Gelsenkirchen, Staatstheater Braunschweig)

 

Musiktheater-Projekt "Das Buch von allen Dingen" am Lise-Meitner-Gymnasium

Zu Clemens Nachtmanns Vertonung des Romans von Guus Kuijer veranstaltet "indieoper!" einen mehrmonatigen Workshop am Lise-Meitner-Gymnasium in Böblingen

Die Ernst-von-Siemens-Musikstiftung förderte 2009 den Antrag des Stuttgarter Vereins "indieoper! e.V." für eine Vertonung von Guus Kuijers Roman "Das Buch von allen Dingen". Der Kompositionsauftrag wurde von "indieoper!" an Clemens Nachtmann (www.clemensnachtmann.mur.at) vergeben, der Autor und Regisseur Manfred Weiß (www.manfredweiss.com) schreibt das Libretto. 
Zu diesem Projekt wird im Schuljahr 2011/12 ein musiktheaterpädagogisches Projekt am Lise-Meitner Gymnasium in Böblingen stattfinden. Die Regisseurin Mira Ebert und der Musiker Christian Zech als Pädagogen von "indieoper! e.V." sowie die Fachschaft Musik des Gymnasiums werden die Schülerinnen und Schüler bei einer eigenen Erforschung des Stoffes und seiner musikalischen Umsetzung begleiten. Sie werden Zeuge sein bei der Entstehung einer neuen Oper, sie werden selbst improvisieren und sich mit dem Komponisten gemeinsam auf die Suche nach tragfähigen Verbindungen von Text und Musik, Sprachklang und Instrumentalklang machen.
Der Workshop wird von der Robert Bosch Stiftung gefördert.
Weitere Informationen finden Sie auch auf www.indieoper.de.

 

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