Verlag für Kindertheater

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Titeldetails

Sex vor Allem

von Reihaneh Youzbashi Dizaji

Sana hat sturmfreie Bude und lädt Micha zu sich ein. Doch die beiden fühlen sich nicht ganz behaglich in dieser Situation: Sie sind zu alt, um nicht zu wissen, was ein Junge und ein Mädchen allein zu Hause tun könnten (oder gar sollten?) und zu jung, um es wirklich tun zu können und zu wollen. So albern sie herum, halb ernst, halb im Spaß, sie reizen einander, sind verschämt und zu offensiv zugleich. Was sie beide aus ihren Elternhäusern kennen, lässt sie nicht gerade große Hoffnungen in das Gelingen wahrer Liebe setzen. Darin verstehen sie einander, genau darin gründet sich aber auch ihre Unfähigkeit, dem anderen unbelastet sagen zu können, was sie empfinden. Als ihr das Spiel schließlich zu nahe kommt, weiß Sana sich nicht mehr anders zu helfen, als sich in einer Übersprungsreaktion einfach totzustellen. Micha hat einen Moment lang wirklich Angst um sie und es ist das erste Mal, dass er ein Gefühl nicht mehr in jugendlich abgeklärter Manier beherrschen kann. Das stürzt ihn in eine Krise.

Aufklärung steht in diesem Stück also nicht für die mehr oder weniger hilflosen Versuche der Eltern, ihren Kindern den Umgang mit Sex zu erklären. Sondern für die Selbstaufklärung dieser beiden jungen Menschen, die lernen, ihren Gefühlen zu trauen, sie auszusprechen, zu reflektieren und sich selbst in Beziehung zu ihrem Gegenüber setzen zu können. Sana und Micha gelingt es, am Ende aus dem Spiel Ernst werden zu lassen, ohne das Spielerische darüber zu verlieren - "das könnte Liebe sein".

Besetzung: 2 Dame(n) , 1 Herr(en)
Alter: empfohlen ab 13
Uraufführung: frei


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